Priska Hinz, MdB

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30. Januar 2006

Letzte Chance für den Ausbildungspakt!

Zur Bilanz des Ausbildungspaktes erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Die selbsternannte Berufsbildungsministerin Schavan darf nicht die Lebenszeit vieler tausend Jugendlicher verschwenden. Die notwendigen Verbesserungen des Ausbildungspaktes sind so schnell umzusetzen, dass sie bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres Wirkung zeigen. Frau Schavan muss bei den Paktpartnern darauf drängen, dass jeder einzelne Jugendliche ein Ausbildungsangebot erhält.

Was jetzt nötig ist, sind gemeinsame Anstrengungen der Tarifpartner, des Bundes und der Länder:

  • Die Unternehmen sind aufgefordert, nicht nur neue, sondern tatsächlich zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Es reicht nicht, stolz auf 63.400 neu geschaffene Lehrstellen zu verweisen, wenn gleichzeitig an anderer Stelle so viele wegfallen, dass im Vergleich zum Vorjahr 2000 Jugendliche mehr ohne Ausbildungsangebot da stehen.
  • Die Gewerkschaften sollten sich nicht in Grabenkämpfen ergehen, sondern ihre Verantwortung wahrnehmen und im Rahmen des Paktes an der Verbesserung der Ausbildungssituation mitwirken.
  • Die Länder müssen dringend die schulische Bildung verbessern, damit mehr Jugendliche wirklich ausbildungsreif die Schule abschließen.
  • Die Bundesregierung muss ihre Programme so konzentrieren, dass die gezielte Förderung benachteiligter Gruppen, insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund, zum Erfolg führt.
  • Und nicht zuletzt müssen Schulen, Unternehmen und die Bundesagentur für Arbeit bei der Berufsberatung und -orientierung besser kooperieren.

Wir fordern Frau Schavan auf, Ende 2006 einen Bericht über die Wirksamkeit des neuen Paktes vorzulegen. Sollten die jetzt verabredeten weiteren Anstrengungen nicht zum Erfolg führen, müssen regionale und branchenspezifische Umlagesysteme greifen.

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