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Zur Initiative der Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU), an der Wetzlarer Außenstelle der Fachhochschule Gießen-Friedberg den Studiengang 'Frühpädagogik' einzurichten, erklärt Priska Hinz, heimische Abgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Wir begrüßen die angekündigte Initiative, eine universitäre Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern in Wetzlar anzusiedeln. Dies ist ein richtiger Schritt, um die wichtige vorschulpädagogische Arbeit zu stärken" sagt Priska Hinz.
Mit diesem Instrument sei der Grundstein für ein regionales Zentrum für Früh- und Grundschulpädagogik gelegt. Neben der Aus- und Weiterbildung für Erzieherinnen könnten dann auch Weiterbildungen für Eltern sowie Sprach- und Leseförderung von Schülern angeboten werden. Hinz: "Eine berufsbegleitende Qualifizierung wird immer wichtiger, weil die Aufgaben der Pädagoginnen immer komplexer werden." Gleichzeitig findet Hinz wichtig, das geplante Angebot auf eine Erstausbildung auf Hochschulniveau auszuweiten. "Der allgemeine Trend in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern geht in diese Richtung. Andere Bundesländer sind mit Unterstützung ihrer Landesregierungen schon weiter.", so die Abgeordnete.
Die VhU greife einen wichtigen Punkt auf: Die Professionalisierung der Kinderbetreuung in Mittelhessen. Deutschland weise innerhalb der Europäischen Union das niedrigste Ausbildungsniveau auf. Deshalb müsse mit der Entwicklung eines Weiterbildungsstudienganges an der Fachhochschule Gießen-Friedberg unter möglichst breiter Beteiligung regionaler Anbieter möglichst rasch begonnen werden.
Hinz fordert die Hessische Landeregierung auf, das Vorhaben der Hochschule und der VhU finanziell zu unterstützen. Diese sieht bislang keine Notwendigkeit, die Ausbildung im Vorschulbereich zu verbessern. Gleichzeitig warnt Hinz vor dem Fehler, universitäre Ausbildung automatisch mit besserer Ausbildung gleichzusetzen. Erst durch Integration erfolgreicher Ausbildungsbestandteile aus den Fachschulen und durch eine stärkere Anbindung der Aus- und Weiterbildung an die frühpädagogische Forschung könne der geplante Weiterbildungsstudiengang ein sicheres Fundament erhalten und die Weiterbildungsbereitschaft von Erzieherinnen gefördert werden.