Priska Hinz, MdB

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14. Februar 2006

Recht auf Bildung durch gerechten Zugang sichern

Zum Besuch des UN-Sonderberichterstatters Muñoz, der das deutsche Bildungswesen inspiziert, erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin und Obfrau im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung:

Wir begrüßen, dass der Besuch des UN-Sonderberichterstatters öffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem der mangelnden Chancengleicheit im deutschen Schulsystem lenkt. Nach wie vor verschenken wir das Potenzial vieler Kinder, die nur aufgrund ihrer sozialen Herkunft schlechtere Startchancen haben. Das Recht auf Bildung muss vor allem durch gerechten  Zugang zu Bildung verwirklicht werden. Dies gelingt nur durch frühzeitige und individuelle Förderung von Kindern, egal welcher Herkunft sie sind. Ebenso wichtig ist längeres gemeinsames Lernen, um die Ausleseprozesse nach der vierten Klasse, die erwiesenermaßen nicht aussagekräftig sind, zu vermeiden.

Herr Muñoz wird morgen in einem Gespräch mit den Obleuten des Bildungsausschusses Motivation und Ziele seines Besuches in Deutschland darlegen. Wir werden ihn fragen, wie er das Thema mangelnde Bildungsgerechtigkeit im deutschen Schulsystem gewichtet und welche Empfehlungen er für die Verbesserung der Qualitätsentwicklung geben kann.

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