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Zur Ankündigung der KMK, sich an einer internationalen Untersuchung zum Übergang von Grundschule zu weiterführender Schule zu beteiligen, erklärt Priska Hinz, bildungs- und forschungspolitische Sprecherin:
Die KMK täuscht Aktionismus und Problembewusstsein vor. Lautstark kündigt sie an, dass sich die Länder, wenn sie es denn wollen, an einer Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung beteiligen werden. Diese Ankündigung ist aber weiße Salbe der reinsten Art. Alle wissen längst, was das Ergebnis dieser Studie sein wird: Die Übergangsentscheidung steht in direktem Verhältnis zum Bildungsstand der Eltern. Sie hängt stärker davon ab als von den kognitiven Leistungen des Kindes selbst.
Die Untersuchungen, die dieses Ergebnis belegen, sind Legion: LAU-Studie, IGLU-Studie, PISA-Studie. Was jetzt Not tut, ist keine weitere Studie, sondern sind Konsequenzen aus dem Erkannten: die Auslese der Schülerinnen und Schüler nach der 4 beziehungsweise nach der 6. Klasse muss aufhören. Die Kinder müssen länger gemeinsam und voneinander lernen. Sie müssen stärker individuell gefördert werden statt abgestempelt und aussortiert zu werden. Jetzt sind Änderungen im System nötig. Diese sollte die KMK dann wiederum beforschen lassen, um ständig weiterzulernen.