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Zu den aktuellen Ausbildungszahlen der Bundesagentur für Arbeit erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Die bessere Konjunktur scheint zu mehr betrieblichen Ausbildungsplätzen zu führen. Das ist erfreulich. Dennoch sagen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur über Bewerbungen und offene Stellen noch nichts über die zu erwartende Lage im Herbst aus. Sie dürfen daher nicht als Entwarnungssignal missverstanden werden.
Das leichte konjunkturelle Hoch kann die Strukturprobleme der Ausbildung allenfalls kurzfristig kaschieren. Nach wie vor gibt es viel zu wenig echte Ausbildungsangebote für Jugendliche. Im letzten Jahr haben nur 43,5% der Bewerberinnen und Bewerber eine Berufsausbildung beginnen können. Die übrigen landen zu großen Teilen in Warteschleifen, d.h. in Praktika und Berufsvorbereitungskursen. Die Problematik der Altbewerber und des Übergangssystems ist also weiterhin ungelöst.
Für die Lösung dieses Strukturproblems ist die Bundesregierung zuständig. Doch sie hat ihre Hausaufgaben bisher nicht gemacht. Noch immer besteht das unkoordinierte Übergangssystem fort, das Jungendliche und junge Erwachsene eher verwahrt, als sie auszubilden. Immer noch werden Kompetenzen, die dort erworben werden, nicht zertifiziert, anerkannt und auf eine echte Ausbildung angerechnet. Hier muss die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern endlich handeln.

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