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PRESSEMITTEILUNG

NR. 0596/2006
Datum: 9. Mai 2006

Schuluniform löst Probleme des Bildungssystems nicht

Zur Debatte um die Einführung von Schuluniformen erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Anstatt ihre Energie auf eine abgestandene Debatte über Schuluniformen zu verwenden, sollten die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern gemeinsam daran arbeiten, die Bedingungen an unseren Schulen zu verbessern. Denn eine Schuluniform löst die Probleme von mangelnder Chancengleichheit und Integration nicht.

Wir brauchen stattdessen mehr SchulsozialarbeiterInnen, PsychologInnen, UnterrichtsassistentInnen und Lehrkräfte mit Migrationshintergrund in unseren Bildungseinrichtungen. Wir wollen selbständige Schulen mit einem eigenen Schulbudget, die eigenverantwortlich entscheiden, welche Fachkräfte sie über die normale Lehrerschaft hinaus brauchen und einstellen wollen. Außerdem müssen Schule und Jugendhilfe besser zusammenarbeiten und auch die Eltern müssen eingebunden werden.

Wenn einzelne Schulen sich für einheitliche Schulkleidung aussprechen, ist das eine freiwillige Entscheidung, die sie umsetzen können. Eine solche Entscheidung ersetzt allerdings nicht die politische Verantwortung für bessere Bedingungen vorschulischer und schulischer Bildung.