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Zur Diskussion um Ausbildungsplätze erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Langsam wird es peinlich. Wenn Frau Merkel nun fordert, der Ausbildungspakt müsse neu mit Leben erfüllt werden, fragen wir uns: Was hat diese Bundesregierung acht Monate lang getan?
Die Regierung hat Ende Januar das Thema "Weiterentwicklung des Ausbildungspaktes" von der Tagesordnung des Lenkungsausschusses gestrichen. Sie hat die von Frau Schavan angekündigten Sofortmaßnahmen gegen die Ausbildungsmisere im Kabinett vom Tisch gewischt. Sie hat die Lenkungsausschusssitzung von Mitte Juni abgesagt. Und es ist unklar, wer in der Regierung eigentlich so richtig zuständig ist - Frau Schavan oder Herr Glos?
Nun trifft sich Herr Glos mit Wirtschaftsvertretern, um zu hören, "wo es klemmt". Herr Glos, wir wissen, wo es klemmt - bei Ihnen. Wenn Sie nach acht Monaten Regierung nicht wissen, wo die Probleme liegen, sind Sie fehl am Platze.
Wir fordern Herrn Glos auf, endlich harte Verhandlungen mit der Wirtschaft zu führen, und zwar mit den großen Unternehmen wie zum Beispiel Adidas, Fresenius oder Continental. Diese machen mit ihren unterdurchschnittlichen, ja schon fast unterirdischen Ausbildungsquoten nämlich keinesfalls vorausschauende Personalpolitik.
Vielmehr profitieren sie von der Ausbildungsleistung vieler kleiner und mittlerer Betriebe. Daher hilft es auch nichts, wenn sich Herr Glos auf Zahlen der Handwerkskammern beruft, um die Ausbildungsplatzsituation schönzureden.
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