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PRESSEMITTEILUNG

NR. 1023/2006
Datum: 17. August 2006

Innovationen brauchen nicht nur Ingenieure

Zur Ankündigung von Bundesministerin Schavan, die Forschung an Fachhochschulen zu stärken, erklärt Priska Hinz, forschungspolitische Sprecherin:

Die Aufstockung der Forschungsmittel für Fachhochschulen ist begrüßenswert. Wenn jedoch nur die Forschung in den anwendungsnahen, technikorientierten Wissenschaften von der Mittelsteigerung profitiert, bleibt die stolze Ankündigung der Ministerin, 2007 werde das "Jahr der Geisteswissenschaften", ein Etikettenschwindel.

Wir stehen vor großen Veränderungen durch die alternde Gesellschaft, müssen uns den Fragen zum Umgang mit Migration und Integration stellen und fordern unisono eine bessere frühkindliche Bildung. Gerade Fachhochschulen mit ihrer starken Verbindung zur Praxis können in diesen Feldern wichtige Problemlösungen erarbeiten. Daher braucht auch die sozialwissenschaftliche Forschung an Fachhochschulen besondere Förderung.

Vor diesem Hintergrund ist nicht einzusehen, dass Frau Schavan weder eine Kompetenzplattform "Migration, Interkulturelle Bildung und Organisationsentwicklung" fördern will, noch so wichtige Forschungsbereiche wie die zur Versorgung von Kranken und Alten.

Darüber hinaus ist bei der jetzt vorgestellten Initiative unklar, wie sie in die High-Tech-Strategie der Bundesregierung eingebettet ist. Und welchen Anteil sollen Fachhochschulen an dem neuen Instrument der Forschungsprämie haben? Von der immer wieder versprochenen Gesamtstrategie für Innovation ist bisher wenig zu merken.