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PRESSEMITTEILUNG

NR. 1183/2006
Datum: 20. September 2006

Ausbildung – Ministerin sucht nach neuen Konzepten, wir haben sie!

Zur Tagung des Innovationskreises Berufliche Bildung unter Vorsitz von Ministerin Schavan erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Es ist gut, dass auch die Bundesregierung eingesehen hat, dass wir strukturelle Veränderungen in der beruflichen Bildung brauchen. Denn der Ausbildungspakt bringt uns nicht weiter.

Während der Innovationskreis der Ministerin aber bisher noch tagt und vor Mitte 2007 keine Ergebnisse hervorbringen wird, haben wir Grüne schon ausführliche Vorschläge zur Reform der beruflichen Bildung vorgelegt. Uns ist wichtig, im Hinblick auf das Ausbildungsjahr 2007/08 schon jetzt die Weichen richtig zu stellen. Wir fordern die Ministerin daher auf, zur Beschleunigung ihrer Beratungen unsere Ideen aufzugreifen.

Beispiel eins: Die Bundesregierung muss Druck auf die Länder ausüben, damit vollzeitschulische Ausbildungen durch eine Kammerprüfung besser anerkannt werden. Die entsprechende Reform des Berufsbildungsgesetzes ist erst in vier Bundesländern umgesetzt.

Beispiel zwei: Die Bundesregierung muss das Übergangssystem reformieren. Kleinere Qualifizierungsabschnitte vor einer Ausbildung (wie Programme zur Berufsvorbereitung) müssen besser anerkannt, d.h. zertifiziert werden, damit sie auf Ausbildungen anrechenbar sind und den Jugendlichen einen spürbaren Erfolg vermitteln.

Beispiel drei: Die Bundesregierung sollte in Zusammenarbeit mit den Ländern für die Einrichtung von Produktionsschulen sorgen, die insbesondere Lernschwachen eine gute Möglichkeit für eine praxisorientierte Ausbildung geben.

Weitere Vorschläge finden sich im Positionspapier des Arbeitskreises 5 "Neue Wege für die Ausbildung". Es kann abgerufen werden unter:
http://www.priska-hinz.de/cms/default/dokbin/145/145999.pdf