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Wetzlar: Das 'Westend' war die zweite Wetzlarer Station von Priska Hinz im Rahmen der Integrationstour der GRÜNEN Bundestagsfraktion. Früher einmal Standort einer großen Kaserne und Wohngebiet vieler Soldaten, wurden die Gebäude nach dem Abzug des Militärs eine Zeitlang als Notunterkunft für bosnische Flüchtlinge genutzt. Danach standen sie leer; der Stadtteil verfiel, die angestammte Bevölkerung zog weg und die Wohnungen wurden von Menschen unterschiedlicher Herkunft mit wenig sozialer Anbindung bezogen. In dieser problematischen Situation wurde der Stadtteil in das Bundesprojekt 'Soziale Stadt' eingebunden. Mitarbeiter der Caritas arbeiten zusammen mit vielen ehrenamtlichen Kräften in einem ehemaligen Mannschaftsgebäude, das zum Nachbarschaftszentrum umgebaut wurde.
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| Sozialarbeiterin Nicole Kohl-Massey (4.v.l.) erläutert Priska Hinz das Projekt des Kräutergartens |
Bei einem Rundgang erläuterten hier die Sozialarbeiterinnen Irmgard Lehnhoff-Schwarz und Nicole Kohl-Massey Priska Hinz zunächst die zur Aufwertung im Westend vorgenommenen einzelnen Teilbereiche: Attraktive Bauplätze für Einfamilienhäuser, Sitzecken für die Anwohner, die Neugestaltung der Fun-Sporthalle und des Bolzplatzes, der von den Bewohnern angelegte Kräutergarten sowie das Internetcafé sind der äußere, eine Hausaufgabenbetreuung und eine nationalitäts-gemischte Medien- und Rap-Werkstatt für Jugendliche ideeller Teil der Konzeption im Rahmen des Integrationsprogramms.
Die Vertreterinnen des Nachbarschaftszentrums berichteten ausführlich von den Bemühungen, die Menschen im Westend persönlich anzusprechen, ihre Wünsche aufzunehmen, durch Hausbesuche, Nachbarschaftsfeten und Angebote für Jugendliche eine Gemeinschaft unter den vielen unterschiedlichen Bewohnern zu schaffen.
In dem Quartier wohnen etwa 2.100 Menschen aus mehr als 40 Nationen, von denen 23% Nicht-Deutsche sowie eine größere Anzahl Spätaussiedler sind; hier ist die Nachbarschaftsarbeit zwangsläufig Integrationsarbeit.
In einem abschließenden Gespräch arbeiteten die Teilnehmer heraus, dass nach dem Auslaufen der Förderung von EU, Bund und Land das Gebiet keinesfalls alleine gelassen werden dürfe. Vielmehr müssten die jetzt begonnenen Initiativen mit Unterstützung des Vereines aber auch unter der Berücksichtigung einer breiten Partizipation aller Einwohner fortgeführt werden. Die dafür notwendigen Schritte seien in dem noch verbleibenden Förderzeitraum von drei Jahren zu entwickeln.
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| Peter Matzke (Koordinationsbüro für Soziales und Jugend der Stadt Wetzlar), Priska Hinz, Wetzlars Bürgermeister Klaus Breidsprecher und Sozialarbeiterin Irmgard Lehnhoff-Schwarz (v.l.n.r.) diskutieren über die Zukunft des Integrationsprojektes nach Wegfall der staatlichen Fördermittel |