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2. November 2006

Bundesagentur muss Versteckspiel um Ausbildungszahlen beenden

Zur Vorstellung der Ausbildungszahlen für den Monat Oktober erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt heute, Anfang November, alte Ausbildungszahlen von Ende September vor. Letztes Jahr war sie noch in der Lage, die Entwicklung von Ende September bis Ende Oktober genau darzustellen. Das Verhalten der BA ist besonders unverständlich, weil sie ein neues Computersystem hat, das noch genauer als bisher über den Lehrstellenmarkt Auskunft geben kann.

Die Verantwortlichen der Bundesagentur zeigen damit  Desinteresse gegenüber den tausenden Jugendlichen, die auf einen Ausbildungsplatz hoffen. Wir brauchen aber Transparenz bei den Ausbildungszahlen, keine Beschönigung! Denn nur auf einer soliden Datengrundlage können alle Beteiligten – Unternehmen, Regierung Kammern, örtliche Arbeitsagenturen etc. – ihre Verantwortung wahrnehmen.

Die BA muss das neue Computersystem nutzen, um aufzuschlüsseln, wie viele Jugendliche in einer Maßnahme untergebracht sind, aber trotzdem ihren Vermittlungswunsch in einen Ausbildungsplatz aufrechterhalten. Nur so bekommen wir ehrliche Zahlen. Und nur so können die ständigen Spekulationen über Dunkelziffern und die "tatsächliche" Lehrstellenlücke beendet werden.

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