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PRESSEMITTEILUNG

NR. 1430/2006
Datum: 8. November 2006

Kritik an PISA-Studie unverständlich

Zur Kritik einiger Wissenschaftler an der PISA-Studie erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Es ist höchst erstaunlich, dass sich Wissenschaftler zusammentun, um die PISA-Studie in Misskredit zu bringen. Die Mängel im deutschen Bildungssystem sind nicht nur dort, sondern in vielen weiteren Studien belegt worden. Auch der soeben veröffentlichte "Innovationsindikator 2006" des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bestätigt dies. Demnach sind die Innovationsschwächen Deutschlands vor allem auf Schwächen im Bildungssystem zurückzuführen.

Völlig abwegig ist die Kritik, die PISA-Studie sei nicht repräsentativ, weil in Deutschland Sonderschülerinnen und -schüler eingerechnet worden seien. Ohne diese hätte Deutschland viel besser abgeschnitten. Dazu ist anzumerken: In den meisten europäischen Ländern werden die so genannten Sonderschülerinnen und -schüler ins allgemeine Schulsystem integriert. Und trotzdem schneiden diese Länder besser ab als Deutschland!

Die Veröffentlichung der Wissenschaftler legt die Vermutung nahe, dass weitere Reformen im Schulsystem torpediert werden sollen - besonders solche Reformen, die auf die Integration von Benachteiligten setzen. Gerade dies können wir uns aber in Bezug auf soziale Teilhabe und internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht leisten.