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Zur geplanten Reform der Berufsausbildung erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Es ist überfällig, dass die Bundesregierung bei der beruflichen Bildung an Tempo zulegt. Wir stehen daher den Plänen von Bildungsministerin Schavan offen gegenüber, in einem Modellversuch neue Wege in der Berufsausbildung zu erproben. Wenn die Wirtschaft sich wandelt - mehr Dienstleistungen, höhere theoretische Anforderungen etc. -, muss auch die Ausbildung angepasst werden.
Ausbildungen in Bausteine zu unterteilen, kann gerade Geringqualifizierten die Möglichkeit geben, ins Ausbildungssystem hineinzukommen. Somit bietet sich die Chance, langfristig das teure und ineffiziente "Übergangssystem" abzulösen, in dem zurzeit tausende von Jugendlichen festhängen.
Allerdings darf die geplante Stufung von Ausbildungsgängen nicht dazu führen, dass Jugendliche später mit weniger Qualifikationen dastehen als jetzt. Und wir erwarten auch,dass das Berufsprinzip erhalten bleibt.
Auch der Bildungsausschuss wird sich mit der Reform der Berufsausbildung befassen. Am 11. Dezember werden die Bildungspolitikerinnen und -politiker über die Pläne der EU für einen europaweiten Qualifikationsrahmen und dessen Auswirkungen auf das deutsche Ausbildungssystem diskutieren.
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