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Zur Vorstellung des Programms 'Forschung für die zivile Sicherheit' durch Ministerin Schavan erklärt Priska Hinz, forschungspolitische Sprecherin:
Das Programm der Bundesregierung ist ein magerer Entwurf, um zivile Sicherheit zu gewährleisten. Obwohl die Ministerin unsere Kritik endlich aufgreift und den gesellschaftlichen Kontext stärker in den Blick nimmt, setzt sie auch weiterhin zu sehr auf Technologien zur Lösung von unterschiedlichen Bedrohungslagen. Dieser Ansatz greift zu kurz. Sie sollte nicht darauf bauen, dass Deutschland allein durch mehr und bessere Technik vor Terroranschlägen geschützt ist. Ein Programm zur Sicherheitsforschung muss die sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung von Beginn an wesentlich stärker integrieren.
Fragen nach Ursachen und friedlichen Lösungsmöglichkeiten von Konflikten, die eine bessere Einschätzung der Sicherheitslage und überlegte außenpolitische Entscheidungen ermöglichen, müssen zu den Forschungsschwerpunkten gehören.Ein Ausbau der Sicherheitsforschung muss sich auch anderen Sicherheitsbedrohungen widmen, die real und dringlich sind, z.B. Klimawandel, Naturkatastrophen, Ressourcenknappheit und technologische Risiken. Dabei ist es besonders wichtig, die Präventionsforschung auf diesen Gebieten zu stärken, ein effektives Krisenmanagement zu entwickeln und Folgenabschätzungen zu unterstützen.
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