
NR. 0326/2007
Datum: 19. März 2007
Zu den Ergebnissen der heute vorgestellten Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (SteG) erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Es wird höchste Zeit, dass die Konservativen ihre ideologischen Vorbehalte gegen Ganztagsschulen in die Mottenkiste verbannen. Das rot-grüne Programm zum Ausbau der Ganztagsschulen ist ein voller Erfolg. Es ist mehr als töricht, dass die große Koalition eine weitere Förderung durch die Föderalismusreform kaputtgemacht hat.
Ganztagsschule untergräbt auch nicht die Familie, wie es die Gegner gerne behaupten. Der Anteil gemeinsamer Aktivitäten wie Spielen, gemeinsame Hobbies etc. ist sogar in den Familien größer, in denen Kinder ganztätig zur Schule gehen.
Die Studie zeigt allerdings auch, dass noch nicht überall Ganztagsschule drin ist, wo Ganztagsschule draufsteht. Es ist noch einiges zu verbessern. Wir brauchen keine Aufbewahrung am Nachmittag, sondern echte pädagogische Veränderungen in den Schulen. Wir Grüne fordern einen neuen Rhythmus an Schulen, der 45-Minuten-Takte abschafft. Wir wollen Raum für selbständiges, eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten im Team. Dafür müssen Schulen ein eigenes Personalbudget bekommen und selbst entscheiden, welche Fachkräfte sie einstellen wollen.
Weitere Infos zu der Studie finden Sie unter: