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Trotz der Entspannung am Arbeitsmarkt und der guten Konjunkturaussichten ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt weiter kritisch. Von der leicht gesunkenen Nachfrage nach Lehrstellen sollte man sich dabei nicht täuschen lassen. Denn die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze ist weiter zurückgegangen. Die Regierung darf sich nicht ausruhen – schon gar nicht auf der völlig unzureichenden Verlängerung des Ausbildungspaktes.
Die unbefriedigende Lage zeigt auch der aktuelle Berufsbildungsbericht. Die dort prognostizierten 600 000 Ausbildungsplätze für 2007 reichen vorne und hinten nicht! Rechnet man Schulabgängerinnen und -abgänger mit Ausbildungswunsch (ca. 600 000), Altbewerberinnen und -bewerber (ca. 386 000), Unvermittelte aus dem letzten Jahr (ca.17 000) und "Versorgte", die dennoch ihren Vermittlungswunsch aufrechterhalten (ca. 40 000), zusammen, kommt man auf weit über eine Million notwendiger Ausbildungsplätze!
Die Regierung muss mehr tun! Sie muss zum Beispiel die Großunternehmen – insbesondere die DAX-Unternehmen – öffentlich und nachdrücklich in die Pflicht nehmen, ihrer Ausbildungsverantwortung gerecht zu werden. Deren Gejammer über den Fachkräftemangel ist angesichts der Ausbildungsversäumnisse vieler großer Unternehmen in der Vergangenheit kaum auszuhalten.
Sofort handeln kann die Regierung auch bei den außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen, die die Bundesagentur für Arbeit anbietet. Hier sind schleunigst die unsinnigen Zugangsvoraussetzungen zu verändern, damit diese Ausbildungsplätze tatsächlich alle besetzt werden können.
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