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Schavans Tiefschlaf in der Klimaforschungsoffensive
Zur Ankündigung einer konkreten Hightech-Strategie für den Klimaschutz von Bundesforschungsministerin Annette Schavan erklärt Priska Hinz, forschungspolitische Sprecherin:
Schavan begreift nicht die Dimension des Klimaschutzes, wenn sie diesen als dritte industrielle Revolution bezeichnet. Statt eine Stärkung der Forschung von erneuerbaren Energien zu initiieren, bettet sich Schavan weiter auf der vermeintlichen Brückentechnologie Atomenergie. Wer aber für den Klimaschutz forschen will, muss jetzt sofort die Energieforschung vorantreiben und sich nicht auf den Technologietransfer fixieren. Die Erneuerbaren Energien müssen beforscht werden, die Energieeffizienz hat noch große Wissenslücken, der gesamte Bereich der Mobilität braucht mehr Forschungsmittel. All diese Bereiche dürfen nicht nur technisch, sondern müssen auch gesellschaftlich erforscht werden. Denn notwendige Verhaltensänderungen brauchen intelligente Anreize, Verzichtspredigten allein helfen nicht weiter.
Wir fragen uns: Wo ist der große Anstoß für die Erforschung der Meeresenergie? Wie gut wird die Forschung zu Geothermie und Photovoltaik gefördert? Wie soll es bei der wichtigen Frage der Energiespeicherung weitergehen, wie werden besonders die solaren Langzeitspeicher vorangebracht? Wo sind die Anstrengungen für die Elektro- und die Null-Emissions-Mobilität?
Als Verantwortliche für die High-Tech-Strategie der Bundesregierung fordern wir Ministerin Schavan auf, auch eine ressortübergreifende Strategie für die Erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und -einsparung vorzulegen. Von Deutschland muss mehr als ein positives Signal ausgehen. Es reicht nicht, von konkretem Handeln nur zu sprechen.
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