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PRESSEMITTEILUNG

NR. 0692/2007
Datum: 13. Juni 2007

Schavans Konzept zum Bildungssparen ist nur Tropfen auf den heißen Stein

Zum heutigen Kabinettsbeschluss zum Weiterbildungssparen und anlässlich des Weiterbildungstages am 15. Juni erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Das Konzept von Bildungsministerin Schavan ist gut gemeint, aber nicht ausreichend. Statt ein bisschen Weiterbildungssparen hier und ein bisschen Weiterbildungsdarlehen dort brauchen wir eine umfassende Strategie zur Weiterbildung, die über die Finanzierung hinaus ein ganzes Bündel von Maßnahmen enthalten muss. Hier allerdings warten wir schon seit langem vergeblich auf die konkreten Vorschläge der Ministerin.

Ein wichtiger Bestandteil einer solchen umfassenden Weiterbildungsstrategie ist zum Beispiel die intensive Weiterbildungsberatung, die auch und gerade die Betriebe unterstützen muss - vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen. Darüber hinaus muss das "Meister-BAföG" endlich zu einem Erwachsenenbildungsförderungsgesetz weiterentwickelt werden. Und es bedarf einer Insolvenzsicherung für Weiterbildungskonten, die in Betrieben bereits vereinbart wurden.

Für die Geringverdienenden fordern wir einen speziellen Anreiz zum Weiterbildungssparen: Bei einem Mindesteinsatz von fünf Euro soll diese Gruppe ein deutlich höhere Prämie bekommen, wir schlagen bis zu 120 Euro vor. Nur durch eine solche asymetrische Förderung würde die Akzeptanz für einen eigenen Beitrag steigen und diese Gruppe endlich für mehr Weiterbildung gewonnen werden.

Weiterbildung muss zum Zukunftsthema werden. Denn Lebenslanges Lernen ermöglicht eine bessere Qualifizierung, verringert den Fachkräftemangel und hilft, die Herausforderungen durch den demografischen Wandel zu meistern. Unser Ziel ist eine weiterbildungsaktive Gesellschaft, in der alle mehr als bisher an Weiterbildung partizipieren. Denn Bildung sichert die Selbständigkeit und soziale Integration jeder und jedes Einzelnen, sie ist Voraussetzung für Teilhabe, Kreativität und Innovation.