Priska Hinz, MdB

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22. Juni 2007

Ausbildungsbonus ist Unsinn

Zur Debatte über einen Bonus für ausbildende Betriebe erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Der Ausbildungsbonus ist ein Placebo für die geschundene SPD-Seele. Er suggeriert Aktion, steht aber unter großem Abwägungs- und Prüfungsvorbehalt. Er lenkt davon ab, dass die Koalition die unseligen Warteschleifen vor einer Ausbildung auch noch gesetzlich verankern will. Ganz davon abgesehen: Warum sollte man solch ein bürokratisches Instrument einführen und die Unternehmen im wirtschaftlichen Aufschwung auch noch für das bezahlen, was ihre Pflicht ist?

Die Koalition will das ineffiziente und milliardenteure Übergangssystem weiter ausdehnen. Sie will problematische Maßnahmen wie die Einstiegsqualifizierung (EQJ) auch noch ins Gesetz schreiben. Das ist falsch. Stattdessen brauchen wir eine Strukturreform der Ausbildung.

Erstens müssen Maßnahmen, die auf eine Ausbildung vorbereiten, qualitativ besser werden. Die Jugendlichen müssen dafür ein Zertifikat bekommen, das etwas wert ist. Zweitens muss die duale Ausbildung in größeren Qualifizierungsabschnitten organisiert werden, damit erfolgreich absolvierte Kurse vor der Ausbildung besser darauf angerechnet werden können. Nur so bringen wir mehr Jugendliche in die Ausbildung.

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