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PRESSEMITTEILUNG

NR. 0746/2007
Datum: 27. Juni 2007

Fachkräftemangel: Das eine tun - das andere nicht lassen

Anlässlich der Debatte über Zuwanderung und Ausbildung von Fachkräften erklärt Priska Hinz, bildungs- und forschungspolitische Sprecherin:

Wer bei der Debatte über den Fachkräftemangel permanent auf einem Auge blind bleibt, wird die Lösung des Problems nicht finden. Zuwanderung gegen Bildung oder Bildung gegen Zuwanderung ausspielen zu wollen, hilft nicht weiter. Beides ist nötig und das eine schließt das andere nicht aus.

Es ist notwendig, dass wir gut ausgebildeten Fachkräften die Einwanderung erleichtern und die Verdienstgrenzen für sie senken. Auch ausländische Studierende, die wir mit viel Geld an deutschen Unis ausgebildet haben, brauchen eine bessere Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Genauso dringend ist aber eine Offensive in der Aus- und Weiterbildung. Unternehmen müssen ihrer Ausbildungsverantwortung nachkommen. Ältere Menschen brauchen mehr Chancen im Erwerbsleben. Und bereits hier lebende Zuwanderer müssen besser in unser Bildungssystem integriert werden.

Die Große Koalition ist leider noch weiter davon entfernt, aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen. In der letzten Plenarsitzung hat sie die Chance verpasst, den Zuzug von Höher- und Höchstqualifizierten zu erleichtern. Auch zum Thema Weiterbildung hat sie keine Gesamtstrategie. Ein bisschen haushaltsneutrales Bildungssparen hilft leider überhaupt nicht weiter.