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PRESSEMITTEILUNG

NR. 0882/2007
Datum: 10. August 2007

Debatte um Zentralabitur ist Ablenkungsmanöver


Zur Debatte über das Zentralabitur erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Die Forderungen aus der CDU nach einer bundesweiten zentralen Abiturprüfung sind vor allem ein großes Ablenkungsmanöver. Denn die eigentlichen Reformbaustellen im deutschen Bildungssystem sind ganz woanders: Förderung von Migrantinnen und Migranten, Qualität der vorschulischen Bildung, Lehrerausbildung, individuelle Förderung sowie der Ausbau der Ganztagsschulen. Gerade bei letzterem hinken die Länder hinterher. Die Mittel aus dem Ganztagsschulprogramm wurden bisher nur zu 56% abgerufen, insbesondere in den großen unionsregierten Bundesländern sind die Quoten mäßig.

Natürlich sollen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler bundesweit vergleichbar sein. Aber dafür hätte die Kultusministerkonferenz schon längst mehr tun und sich auf gemeinsame Bildungsstandards für die Oberstufe verständigen können. Aus solchen Standards können dann die Prüfungsaufgaben für das Abitur abgeleitet werden, ohne dass eine zentralistische Prüfung an einem einzigen Tag in allen Bundesländern nötig ist.