Priska Hinz, MdB

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6. September 2007

Ethische Hürden weiter gesenkt

Ethische Hürden weiter gesenkt

Anlässlich der Genehmigung in Großbritannien, menschliche Embryonen mittels Eizellen von Kühen zu entwickeln, erklärt Priska Hinz, forschungspolitische Sprecherin:

Die Herstellung von Chimären ist ethisch ähnlich fragwürdig wie das Klonen von Menschen. Wir lehnen solche Experimente ab.

Die Entwicklung in Großbritannien zeigt, dass mit der Genehmigung von Klonexperimenten an Menschen die ethischen Probleme im Zusammenhang mit der embryonalen Stammzellforschung nicht kleiner, sondern größer werden. Schon lange gibt es in Großbritannien "Engpässe", weil in den letzten Jahren zunehmend eine absurde Konkurrenz um Eizellen von Frauen für die Fortpflanzungsmedizin und die Klonforschung entstanden ist. Die jetzige Genehmigung der britischen Behörden löst nicht die alten Probleme im Zusammenhang der Klonforschung, sondern schafft nur neue ethische Probleme. Ob derartige Chimär-Klonembryonen überhaupt mehrere Tage überleben, ist wissenschaftlich höchst fraglich. Auch werden mit solchen Experimenten die ethischen Hürden in der Stammzellforschung weiter gesenkt.

Weder in Großbritannien noch in irgendeinem anderen Land kann die Klonforschung an Menschen Erfolge vorweisen, die auch nur ansatzweise eine Chance daraufhin eröffnen, dass eine Therapie zur Behandlung von Menschen entwickelt wird.

 

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