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Zu den heutigen Aussagen Schavans im Rahmen der Kultusministerkonferenz erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Ministerin Schavan eiert beim Ganztagsschulprogramm herum. Sie schließt eine Fortsetzung nicht definitiv aus, obwohl gerade sie und ihre Parteifreunde das im Zuge der Föderalismusreform unmöglich gemacht haben.
Schavan will nicht eingestehen, dass das rot-grüne Bundesprogramm mit seinen vier Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen ein großer Erfolg war, die Föderalismusreform dagegen ein großer Fehler.
Wenn die Ministerin dann noch darauf verweist, dass die Belastungen des achtjährigen Gymnasiums mit Samstagsunterricht aufgefangen werden könnten, bringt sie endgültig alle Eltern und Schüler zu Recht gegen sich auf.
Wir fordern den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen. Dafür sollten auch Bundesmittel eingesetzt werden können. Ganztagsschule heißt aber nicht, den Unterricht einfach in den Nachmittag zu verlängern. Vielmehr braucht Schule einen neuen Rhythmus, der klassischen Unterricht mit Freiphasen, Hausaufgabenbetreuung sowie Sport, Musik- und künstlerischen Angeboten verbindet. Damit kann auch die verkürzte Schulzeit gelingen.