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Eine erfolgreiche Eindämmung des Klimawandels und wirksamer Umweltschutz sind ohne eine massive Steigerung der Ressourceneffizienz nicht möglich. Grüne Politik setzt sich deshalb seit langem konsequent für ressourcenleichtes Wirtschaften und Verbrauchen ein. Insbesondere die Forschungspolitik kann einen wichtigen Beitrag leisten, mit weniger Ressourcen mehr Wohlstand zu schaffen. Eine Schlüsselrolle könnte hierbei die Nanotechnologie spielen.
In vielen Technologiebereichen scheinen durch den Einsatz von Partikeln in Nano-Größe hohe Effizienzgewinne möglich. Die winzigen Strukturen benötigen einerseits geringere Mengen eines Stoffes, gleichzeitig sind ihre im Verhältnis größeren Oberflächen deutlich aktiver. Auf dieser Wirkungsweise basiert die Erwartung, dass Nanotechnologien zur Umweltentlastung beitragen können. Sind diese Erwartungen berechtigt? Welche Fortschritte wurden in den letzten Jahren erzielt? Welche sind für die nächsten Jahre realistisch?
Das Risikopotenzial von Nanopartikeln ist bisher sehr unklar sowohl für den Menschen als auch für die Umwelt. Deswegen ist die Nanoforschung ein Bereich, in dem das Vorsorgeprinzip konsequent angewendet und begleitende Risikoforschung stattfinden müssen. Über die Risiken für so genannte "offene Anwendungen", bei denen etwa in Lebensmitteln und Kosmetika Nanopartikel gezielt in die Umwelt oder gar in den menschlichen Organismus gebracht werden, ist der Wissensstand noch zu gering. Deswegen plädieren Bündnis 90/Die Grünen für ein Moratorium in diesem Bereich. In geschlossenen Anwendungen, die typischerweise hohe Effizienzpotenziale haben, sind die Risiken jedoch gleichzeitig mit den Chancen erforschbar. Weil wir dies vorantreiben wollen, erörtern wir mit Fachleuten, welche Risiken bestehen und wie diese besser abgeschätzt und gegebenenfalls reduziert und kontrolliert werden können.
Abschließend wollen wir bei unserem Fachgespräch klären, welcher politische Handlungsbedarf besteht, um das Potenzial der Nanotechnologie für höhere Ressourceneffizienz erschließen zu können, ohne sich dabei unerwünschte Risiken einzuhandeln.
Hier finden Sie einen ausführlichen Veranstaltungsbericht.