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Exzellenzinitiative

11. Juli 2008

Exzellenzinitiative qualitativ weiterentwickeln: Ohne Spitzenlehre keine Spitzen-Uni

Exzellenzinitiative

Heute hat die Gemeinsame Kommission aus Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat ihr Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative veröffentlicht. Dazu erklären Kai Gehring, hochschulpolitischer Sprecher, und Priska Hinz, forschungspolitische Sprecherin:

Wir befürworten eine Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative. Voraussetzung dafür sind eine umfassende kritische Evaluation und die Integration der Lehre in den Wettbewerb. Hier springen die Wissenschaftsorganisationen jedoch zu kurz – gerade angesichts der eigenen Empfehlungen zur Verbesserung der Lehrqualität von Montag eine Enttäuschung. Es geht nicht an, dass Qualitätskonzepte für die Lehre in der dritten Förderlinie lediglich unverbindlich berücksichtigt werden sollen. Für uns gilt: Spitzen-Uni kann nur werden, wer in Forschung und Lehre exzellent ist. Nicht nur im Labor, sondern auch im Hörsaal müssen Höchstleistungen belohnt werden.

Wir begrüßen die Vorschläge zur Flexibilisierung des Wettbewerbs, die strukturelle Benachteiligungen aus dem Weg räumen können. Bund und Länder müssen nun schnellstmöglich die Karten auf den Tisch legen: Wie viel Geld sind sie bereit, zusätzlich für die unterfinanzierten Hochschulen locker zu machen? Für uns ist klar: Vorrang muss der dringend notwendige Ausbau von Studienplätzen im Hochschulpakt II haben.