
Datum: 23. September 2008

Im Vorfeld des Bildungsgipfels erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Jahrelang haben die Ministerpräsidenten der Union bei der Reform des Bildungssystems gemauert und blockiert, wo es ging. Jetzt fordern sie, allen voran Herr Wulff, plötzlich mehr Engagement der Bundespolitik für Bildung. Besser spät als nie! Aber anstatt schöner Bildungsrhetorik der Kanzlerin und ihrer Landesfürsten brauchen wir echte Reformen und verbindliche Finanzzusagen!
Eine auf Wettbewerb basierende Bildungsstiftung belastet die Schulen nur mit zusätzlicher Bürokratie und kann nur einzelne Projekte fördern. Wir brauchen aber bessere Qualität für alle.
Kinder und Jugendliche müssen individuell gefördert werden. Wir wollen deshalb gebundene Ganztagsschulen bis 2020 flächendeckend einführen. Dazu braucht es Kooperation zwischen Bund und Ländern. Doch gerade die wurde von den unionsgeführten Ländern mit der Föderalismusreform I praktisch unmöglich gemacht. Jetzt eine Bildungsstiftung als Ei des Kolumbus anzupreisen, ist scheinheilig. Für so dumm werden sich die Wählerinnen und Wähler nicht verkaufen lassen.
Wir Grüne fordern für den Bildungsgipfel strukturelle Reformen und eine solide Grundfinanzierung. Insbesondere brauchen wir:
Um diese Reformen auf den Weg zu bringen, muss das Kooperationsverbot für Bund und Länder im Bildungsbereich endlich aufgehoben werden. Denn für den Bildungsgipfel muss gelten: finanzieren statt inszenieren!