Priska Hinz, MdB

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Ausbildung

2. Februar 2009

Ausbilden statt Schulterklopfen - berufliche Bildung modernisieren

Ausbildung Schlüsselsatz

Mehr Ausbilden statt Schulterklopfen – berufliche Bildung modernisieren

Zur Jahresbilanz des Lenkungsausschusses für den Ausbildungspakt erklärt Priska Hinz, bildungspolische Sprecherin:

Es reicht nicht, wenn die Beteiligten sich heute öffentlich auf die Schultern klopfen. Alle haben noch viel zu tun, um allen Jugendlichen eine Chancen zu geben und genügend Fachkräfte für die Zukunft auszubilden.

Auch im Jahr 2008 fand nicht einmal die Hälfte aller bei der BA gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber eine betriebliche Ausbildung. Der Anteil der Altbewerber bleibt mit rund der Hälfte aller Suchenden konstant hoch. Dementsprechend ist ein Drittel aller Bewerber 20 Jahre alt oder älter. Diese Vergeudung der Lebenszeit von jungen Menschen muss endlich aufhören.

Die Bundesbildungsministerin muss die Modernisierung der beruflichen Bildung voranbringen. Der Übergang von Schule und Beruf muss strukturell verändert werden. Dazu gehört die grundsätzliche Einführung von Ausbildungsbausteinen, die aufeinander aufbauen und dazu führen müssen, dass jeder Ausbildungsschritt anerkannt wird. Die tausendundzwei Programme des Bundesarbeitsministers helfen hierbei nicht weiter.

Außerdem muss die berufliche Ausbildung auf drei Säulen gestellt werden: die beruflichen Schulen, die überbetrieblichen Einrichtungen und die Betriebe. Dadurch können mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden. Außerdem kann die notwendige Förderung dann besser auf die individuellen Bedarfe der Jugendlichen abgestimmt werden.

Die Länder müssen endlich ihren großen Nachholbedarf bei der Förderung sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler angehen. Insbesondere fehlt die durchgehende Sprachförderung.

Die Wirtschaft muss trotz der Rezession verstärkt Ausbildung anbieten, weil der Fachkräftemangel drängender wird und die Qualifizierung des Nachwuchses daher dringend geboten.

 

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