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Zur Diskussion um den Entwurf des Berufsbildungsberichts 2009 erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Die Diskussion um den Berufsbildungsbericht 2009 zeigt vor allem eins: Die Bundesregierung hat bei der Reform des Ausbildungssystems auf ganzer Linie versagt. Statt dringend benötigte Reformen umzusetzen, hat die Große Koalition auf die gute Konjunktur vertraut – im wirtschaftlichen Abschwung müssen nun die Jugendlichen die Zeche für die Versäumnisse der Bundesregierung zahlen.
Wichtige strukturelle Veränderungen der beruflichen Ausbildung wurden nicht umgesetzt, die Warteschleifen im Übergangssystem nicht abgeschafft. Nach wie vor verschwenden hunderttausende Jugendliche ihre Lebenszeit in Maßnahmen, die eher der Beschäftigung dienen anstatt erste Schritte hin zu einer anerkannten Berufsausbildung zu machen.
Doch anstatt diese Probleme konsequent und grundlegend anzugehen, hat die Bundesregierung mit einem Flickenteppich von einzelnen, wenig effektiven Maßnahmen wie dem Ausbildungsbonus versucht Aktivität vorzutäuschen.
Was wir jetzt brauchen, sind mutige Schritte, um unser Ausbildungssystem auf breitere Füße zu stellen. Dazu gehören eine Modularisierung der Ausbildung, die Anerkennung eines jeden Ausbildungsschrittes, und die Erweiterung der betrieblichen Ausbildung um den Lernort Berufsbildungszentrum. Nur so können wir den hunderttausenden Altbewerbern und den neuen Schulabgängern die Chance geben, die sie verdienen, und das Recht auf Ausbildung endlich umsetzen.
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