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Ehringshausen: Die GRÜNEN an Lahn und Dill haben die Herborner Bundestagsabgeordnete Priska Hinz im Rahmen einer Mitgliederversammlung einstimmig zu ihrer Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis 173 gewählt. Der Wahlkreis umfasst neben dem Lahn-Dill-Kreis auch die Kommunen Wettenberg und Biebertal.
Hinz ist bereits seit vier Jahren Sprecherin für Bildung und Forschung der GRÜNEN-Fraktion im Bundestag. Darüber hinaus ist sie Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung sowie Mitglied des Kreisvorstands der GRÜNEN Lahn-Dill.
Für die Herbornerin, die auch auf Platz 1 der Grünen Landesliste kandidieren wird, ist ein Ziel des Wahlkampfes, "wieder ein klares GRÜNES Profil zu zeigen, Grün pur also". Erreichen will sie dies unter anderem über das zentrale Thema der Bildungspolitik, bei dem sie für mehr Bildungsgerechtigkeit eintritt. "Bildung ist zu Recht ein Schwerpunkt im neuen Wahlprogramm zur Bundestagswahl und hat gerade in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen", meinte die Bundestagsabgeordnete in ihrer Vorstellungsrede vor den rund 20 Mitgliedern.
Dem Problem der Bildungsarmut, das oft genug gleich zu setzen sei mit sozialer Armut, sei nur gesamtstaatlich zu lösen. Deshalb sei es grundfalsch gewesen, in der Föderalismusreform das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern zu verankern. "Diese Entscheidung muss revidiert werden, damit nicht nur mit Konjunkturprogrammen und dann auch nicht nur in Beton investiert werden kann", so Hinz. Ganztagsschulen, die Integration behinderter Kinder, bessere individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen: Das alles brauche mehr Lehrkräfte, Büchereikräfte, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen, aber auch Küchenkräfte.
Ein weiterer Schwerpunkt für Hinz ist der Mangel an betrieblichen Ausbildungsplätzen: "Zu viele Altbewerber und Altbewerberinnen warten noch auf einen Platz und im Übergangssystem verschwenden über 500 000 junge Menschen ihre Zeit in Warteschleifen. Dies kostet rund 3,5 Mrd. Euro und viel Lebenszeit. Das wollen wir verändern und haben dafür auch als einzige Partei gute Vorschläge", ist Hinz überzeugt.
Auch jetzt während der Wirtschaftskrise sei Qualifizierung notwendig. "Wenn Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren oder kurzarbeiten müssen, kann Weiterbildung eine wichtige Unterstützung sein, damit sie möglichst schnell wieder Anschluss im Erwerbsleben finden", so die designierte Spitzenkandidatin der hessischen GRÜNEN.
Die Wahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die Landesliste findet im Rahmen einer Mitgliederversammlung der Hessischen GRÜNEN am kommenden Samstag in Butzbach statt.