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Zu den heutigen Zahlen zu den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erklärt Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:
Die Bundesregierung hat beim Thema Ausbildung vier Jahre lang geschlafen. Bestraft werden nun aber die Jugendlichen. Denn statt in die Ausbildung müssen sie in die Warteschleife.
Der krasse Rückgang des Ausbildungsangebotes entlarvt die Bundesregierung. Das Kleinreden des Problems war ein reiner Beschwichtigungsversuch. Die Zahlen von DIHK und ZDH zeigen, dass sich die Lage für die Ausbildungswilligen dramatisch zuspitzt. Nun müssen die Jugendlichen ausbaden, was die Regierung verschlafen hat: Ab Herbst drohen Verwahrmaßnahmen statt Ausbildungsplätzen.
Die Große Koalition hat sich in drei wirtschaftlich sonnigen Jahren nicht um die berufliche Bildung gekümmert. Statt das System endlich unabhängiger von Konjunkturschwankungen zu machen, hat die Bundesregierung nur kleine Schräubchen gedreht: Bildungsministerin Schavan hat sich mit "Umsetzungsvorschlägen" zufrieden gegeben, statt das Übergangssystem endlich "auszumisten". Dabei ist die Berufsbildung der einzige Bildungsbereich für den sie überhaupt noch Kompetenzen hat. Arbeitsminister Scholz hat mit Pomp seinen Ausbildungsbonus eingeführt, der aber kaum genutzt wird. Um im Herbst nicht ganz schlecht dazustehen, werden nun eilig "Ersatzangebote" geschaffen werden.
Die traurige Bilanz von Schwarz-Rot in der Beruflichen Bildung lautet also: Vergeudung der Lebenszeit der jungen Leute und der knappen Mittel der öffentlichen Hand.
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