
Datum: 31. Oktober 2005
Anlässlich der Vorstellung eines gemeinsamen Arbeits- und Dialogpapiers mit der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände erklärt Priska Hinz, MdB, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung von Bündnis 90/Die Grünen:
Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) haben heute in Wiesbaden ein gemeinsames Arbeits- und Dialogpapier zur frühkindlichen Bildung vorgestellt. Beide Seiten sind überzeugt, dass die frühe Förderung von Kindern verbessert werden muss, da sie ein Kernelement von Bildungspolitik und zentraler Teil zukünftiger Standortpolitik ist.
Dass Reformen bei der Frühförderung notwendig sind, zeigen auch die bislang bekannt gewordenen Ergebnisse der nationalen Ergänzungsstudie zu PISA 2003. Immer noch entscheidet in Deutschland der Geldbeutel der Eltern maßgeblich über den Bildungserfolg des Nachwuchses. Die Bildungschancen für Kinder aus Arbeiter- und Migrantenfamilien sind gegenüber der letzten PISA-Studie sogar noch weiter gesunken.
Umso wichtiger ist eine qualitativ hochwertige vorschulische Bildung und Erziehung, denn ungleiche Startbedingungen können durch frühe individuelle Förderung am besten ausgeglichen werden. Tagesbetreuungseinrichtungen und Grundschulen müssen besser verzahnt werden, ein System der Qualitätssicherung ist aufzubauen, und die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sollte verstärkt auf Fachhochschulniveau erfolgen.
Es ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, ALLEN Kindern dieselben Bildungschancen zu gewähren, damit sie ihre jeweiligen Potenziale entfalten können. Die Qualität vorschulischer Bildung und Erziehung zu verbessern, ist hierfür ein wichtiger Schlüssel.
Das Dialogpapier von VhU und Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag kann im Bundestagsbüro von Priska Hinz angefordert werden:
Tel.: (030) 227-74511, E-Mail: priska.hinz@bundestag.de