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Die Zahlen des IAB zeigen, dass Bildung die wichtigste Investition des Staates in die Zukunft ist. Gerade weil die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen abnehmen wird, muss die Zahl derjenigen, die gut ausgebildet sind und sich im Beruf stetig weiterqualifizieren, steigen. Dazu müssen Wirtschaft und Staat die Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam meistern.
Die jungen Menschen müssen eine gute Erstausbildung bekommen. Weder in der beruflichen noch in der hochschulischen Bildung dürfen Wirtschaft und Staat die Hände in den Schoß legen. Nur wenn jetzt genügend Ausbildungs- und Studienplätze bereitstehen, haben die Jungen die Chance, gute Lebens- und Berufsperspektiven zu entwickeln. Davon profitieren sie, die Gesellschaft und die Wirtschaft. Deswegen fordern wir mehr betriebliche Ausbildungsplätze, eine Optimierung der staatlichen Maßnahmen in der beruflichen Bildung und gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern zur Stärkung der Hochschulen.
Wer heute schon im Beruf ist, muss viel stärker als bisher die Möglichkeit zur kontinuierlichen Weiterbildung bekommen. Allgemeine, auf dem Arbeitsmarkt verwertbare Qualifikationen und die Modularisierung, auch in der Weiterbildung, müssen für die Praxis und Förderung lebenslangen Lernens in den Betrieben wesentlicher Maßstab sein. Arbeitgeber dürfen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht länger vernachlässigen und darauf vertrauen, dass neue Fachkräfte nachwachsen werden. Stattdessen müssen durch Bildungssparen, insolvenzsichere Arbeitszeitkonten und andere Maßnahmen Anreize für die Weiterbildung im und neben dem Beruf gesetzt werden.