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Ein wichtiges Schlüsselwort in der Bildungspolitik ist für mich Bildungsgerechtigkeit: Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung – und jeder Mensch braucht Bildung. Von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter. Für seine bestmögliche persönliche Entwicklung. Für seine soziale und ökonomische Basis. Für die Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Bildungsgerechtigkeit beginnt bei guten Bildungsangeboten im Kindergarten, die für alle zugänglich sein müssen. In der Schule brauchen unsere Kinder zum einen mehr individuelle Förderung, zum anderen ist eine wesentlich bessere Qualität im Unterricht erforderlich, damit mehr Kinder bessere Abschlüsse erreichen. Und egal, ob später dann eine Entscheidung für Studium oder Berufsausbildung fällt: Es muss ausreichend viele und qualifizierte Ausbildungsplätze geben. Und die Hochschulen benötigen eine viel bessere Ausstattung, wenn sie unseren wissenschaftlichen Nachwuchs gut ausbilden wollen.
Im Bereich Weiterbildung bedarf es eines Konzeptes, damit Lebenslanges Lernen für alle möglich wird. Bislang vernachlässigte Zielgruppen – wie z.B. Alleinerziehende, gering Qualifizierte oder auch ältere Menschen – sollten stärker durch Weiterbildungsangebote in den Blick genommen werden.
Und schließlich (oder vielleicht auch zuallererst) brauchen wir ein tragfähiges System der Bildungsfinanzierung, die es allen Menschen ermöglicht, ihr individuelles Optimum an Bildung zu erreichen.
Bildungsverlierer kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten: Zu hoch ist der Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir Menschen ausgrenzen, sie abschreiben oder ihnen den Zugang zu Bildung verwehren.